Arche Nova war eines DER Spiele aus dem Jahr 2021, so lange hat es nun gedauert, bis es bei mir auf den Tisch kam. Und ich hatte ja keine Ahnung, wie groß dieses Spiel ist, und zwar in vielerlei Hinsicht. Einmal ausgepackt merke ich, dass mein Tisch gerade groß genug ist, um das Spielmaterial für die vier Mitspielenden des Abends zu beherbergen. Was ein Erlebnis!

Um ganz ehrlich zu sein, bin ich ein wenig blauäugig an das Thema herangegangen. Während des Regelstudiums ist mir gewahr geworden, welchen Umfang und welche Komplexität dieses Spiel hat. Aber an dieser Stelle soll gesagt sein, das soll euch bitte nicht abschrecken! Ich möchte nur vermitteln, dass es ein großes Spiel in der Hinsicht der Komplexität ist. Großes Lob verdient das Spiel auch genau an dieser Stelle, die Regeln sind super geschrieben. Denn auch wenn es viel zu lesen gab, so reichte mir ein einmaliges Lesen und dann sitzte alles. Das hat man selten.

Am Abend der Runde kam es gleich zu Anfang zur Feuerprobe, niemand hatte Zeit sich selbst ein wenig ins Thema zu lesen, daher kam es beim Erklären zum Test, ob ich gut wiedergeben konnte, was ich die Regeln angeht. Und ich möchte behaupte, Ja, passte alles.

Aber schon während des Erklärens waren wir uns einig, das wird heftig! Und mir wurde davon berichtet, dass es in einer Rezension dieses Spiels zum Vergleich zu „Terraforming Mars“ kam. Das ließ mich kurz nachdenken, denn ich war mir da nicht so sicher, welche Mechaniken oder Details bei beiden gleich wären, die einen direkten Vergleich zuließen. Das Thema als solches konnte es keinesfalls sein, und das sollte auch der Punkt sein, der mich beide nicht im Vergleich zueinander haben sehen lassen. Denn es gibt Dinge, die beide Spiele gemein haben. Mein voreiliges Fazit lautete an dieser Stelle: „Klingt nach einem verdammt guten Zoospiel!“. Das sollte es auch bleiben.

… „bedarfsgerechte“ Kioske …

Und dann spielte jeder vor sich hin und sehr erstaunlich war, wie kurz die einzelnen Spieleraktionen sind und dass wir alle in diesen Flow gerieten. Rückfragen zu Regeln lauteten auch nur um Details und die Symbolübersicht hatte immer eine Antwort parat, anstatt unklar zu bleiben. Wir wurden zu Zoomanagern, bemühten uns darum große Tiere anzusiedeln, wir unterstützten Forschungsprojekte, wann immer es ging und wetteiferten um den niedlichsten Streichelzoo. Geld brachten geschickt platzierte und „bedarfsgerechte“ Kioske, die die Bedürfnisse der Besucher stillten.

Die Schlangen des Mitbewerbers würgten und vergifteten die nächsten Aktionen der Mitspieler

Wir waren voll im Thema! Kurzer Blick in die Realität brachte den Schreck: „Es ist ja schon 23 Uhr!“. Und damit bogen wir auf die Zielgerade! Die Schlangen des Mitbewerbers würgten und vergifteten die nächsten Aktionen der Mitspieler – kleiner Insider – und dann kam es zum Schluss. Obwohl am Anfang recht kryptisch zu lesen, löste sich das Thema der Punktzählung auf und wir ermittelten in knapp einer Minute das Ergebnis, wer wohl den tollsten Zoo auf die Beine stellen konnte. Wirklich sehr elegant und passt gut zum Thema.

Ein Tasmanischer Teufel, nur eines von unzähligen Tiere, die man hier entdecken kann. Und so kann ein Zoo aussehen.

Fazit: Wir erlebten einen aufregenden Abend, der spät zu Ende ging und jeden für dieses Spiel begeistern konnte. Es durfte in mein Regal einziehen, behalte es dort noch lange Zeit und ich freue mich auf die nächste Gelegenheit es auf den Tisch zu bringen.

Tja, so ist das. Gewürgt und vergiftet wird man ja…

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