Faiyum von Friedemann Friese aus dem 2F-Verlag ist ein typisches Spiel aus seiner Feder, aber hat es in unserer Runde überzeugt? Unser Urteil ist eindeutig!

Eigentlich wollte ich auf diesem Blog keine Rezensionen schreiben, das können so viele so viel besser. Aber wie will man einen neuen Titel vom eigenen Pile of shame spielen, das einen vor dem Kauf so gereizt und das einem dann nach der Runde so beeindruckt hat, nicht beurteilen?

„in welches Regal soll ich das denn stellen können?“

Schon allein die Schachtel des Spiels. Sie ist vom Format eines „Fiese Freunde fette Feten“, ungewöhnlich groß, und bringt demnach das gleiche Problem mit sich, in welches Regal soll ich das denn stellen können?

Üppige Ausstattung an Holzteilen

Packt man das Faiyum aus, so überrascht diese Vielzahl an verschiedenen Holzteilen. Es sind derer viele, viele verschiedene und in unterschiedlichsten Farben. Das Spielbrett ist üppig groß und die Karten recht einfach in Qualität und Gestaltung. Das Layout von Faiyum kommt klassisch für den 2F-Verlag daher, so stellt sich die Frage: „Kann das denn was?“. Denn die Konkurrenz im gleichen Jahrgang ist groß und sie überbietet sich oft mit Prunk und Plastik.

„… herrscht eine gewisse Skepsis“

Insofern herrscht eine gewisse Skepsis und nicht jede Rezension im Netz zu Faiyum ist durchweg gut. Die Anleitung scheint ein langer kompakter Fließtext zu sein und anscheinend schwierig zu pauken. Aber das ist schon die erste Überraschung, einmal durchlesen reicht und man hat’s drauf. Schafft nicht jedes Spiel! Auch nicht die Plasitkbrecher. An dieser Stelle möchte ich Ronald meinen persönlichen Dank aussprechen..!

Sieht schlimm aus, liest sich aber extrem gut!

Auch im Erklären in der Runde fluppt es recht schnell und dann heißt es: rein ins Abenteuer! Und wir erkennen schnell, dass die Kernmechanik des Spiels sein Versprechen ein Deckbuilder zu sein einhält, aber verzwickt und super schlank zu gleich ist. Dabei ist die Idee so einfach, wie genial. Eine Karte wird gespielt und offen auf den Ablagestapel gelegt, dessen Reihenfolge man nicht verändern darf. Am Ende der eigenen Aktionen, nimmt man eine bestimmte Anzahl von Karten wieder auf, weswegen es total wichtig ist, in welcher Abfolge man seine Karten spielt, weil es sein kann, dass man an die untersten nicht mehr ran kommt.

Es ist immer viel los auf dem Brett

Diese Erfahrung macht man ein paar mal im Spiel und befindet sich manchmal in der Zwickmühle: nutze ich die lukrative Gelegenheit Punkte zu machen und jemandem zuvor zu kommen, oder behalte ich mir die Option vor die nächste Runde mit mehr Möglichkeiten zu begehen?

Bei den Punkten geht es eng zu

Die Interaktion auf dem Spielbrett ist überraschend hoch. Die Strategien deutlich unterschiedlich und doch verläuft das Spiel insgesamt und während der gesamten Zeit hoch spannend. Wir sind total positiv überrascht. Ich möchte sogar sagen, dass es den Anspruch und Langzeitspielspaß eine Terra Mystica hat.

Krokodile sammeln bringt leider keine Punkte

Ich möchte Faiyum in dieser Stelle nicht übermäßig feiern. Es ist dennoch ein verdammt gutes Spiel und benötigt eigentlich keinen Vergleich. Nur wenn wir heute noch kein Terra Mystica hätten, wie würden wir Faiyum dann einschätzen? Würden wir es feiern wie einst eben dieses Terra Mystica? Ist der Vergleich als solches sogar anmaßend? Vielleicht ist das so, dennoch stelle ich die Schachtel von Faiyum in der Regal der Evergreens, „kannste immer bringen, haben alle Spaß dran!“.


1 Kommentar

Faiyum - 26.10.2023 - Brettspielen Mannheim · 28. Oktober 2023 um 11:37

[…] ich musste mir die Regeln nochmal durchlesen, denn die hatte ich von unserer ersten Runde (Hier der Link zum Artikel) nicht mehr im Kopf. Und auch dieses Mal fiel positiv auf, dass die Regeln total gut geschrieben […]

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