Irgendwann muss man ja mal an den Pile of Shame, den Pile of Happyness, die Spiele, welche noch ungespielt in der Sammlung sind oder wie auch immer ihr ungespielte Spiele nennt. Diesmal hat es Viticulture in der Essential Edition auf den Tisch geschafft. Da ich hörte, dass man es nur mit der Tuscany Erweiterung spielen darf, war diese natürlich auch dabei. Wir haben aber nur den erweiterten Spielplan genutzt.

Um was geht es denn überhaupt? Jeder bewirtschaftet ein Weingut in der Toskana. Hier muss man auf alles achten, was so zum Weinanbau, zur Produktion und zum Vertrieb gehört.

Wir spielen über mehrere Runden. Wobei jede Runde ein Jahr symbolisiert und dieses in die 4 Jahreszeiten unterteilt ist (Achtung, wir sind noch in der Toskana und nicht beim chinesischen Gericht Nr. 7 auf der Speisekarte).

Wer schnell genug ist, kann im Frühjahr beginnen, sich Reben zu besorgen. Alternativ kann man interessierten Besuchern eine Tour in den Weinbergen anbieten und so schon mal etwas Geld verdienen, um damit notwendige Gebäude zu errichten. Gebäude kann man ebenfalls im Frühjahr bauen lassen. Schnell genug bedeutet, sich für eine frühe Position in der Zugreihenfolge zu entscheiden. Abhängig von der Position gibt es mal mehr und mal weniger Boni. Wenn man keine Arbeiter mehr im Frühjahr einsetzen möchte, hat man die Möglichkeit zu passen und sich auf den Sommer vorzubereiten.

„Im Sommer kann man endlich Reben pflanzen.“

Im Sommer kann man endlich seine Reben pflanzen. Natürlich nur, wenn man die Voraussetzungen auf seinem persönlichen Tableau erfüllt. Wie zum Beispiel einen genügend großen Weinberg. Manche Weinsorten brauchen auch noch ein Spalier oder eine zusätzliche Bewässerung. Die Gebäude mussten wir ja aber schon im Frühjahr bauen. Hoffentlich haben wir auch dann schon daran gedacht. Wenn man keine Reben pflanzen kann oder möchte, kann man auch Sommerbesucher ausspielen. Diese helfen gerne mal etwas aus (sind bestimmt Städter) und ermöglichen verschiedene Sonderaktionen.

So sieht ein ordentlicher Weinkeller aus

Im Herbst gibt es viel zu tun und alles muss jetzt schnell gehen. Die Trauben müssen geerntet und verarbeitet werden. Eigentlich müsste man sich auch jetzt um Aufträge kümmern. Wir wollen ja auch mal unseren Wein verkaufen. Also wieder einen Arbeiter einsetzen.

Wer jetzt noch bei dem aktuellen Fachkräftemangel Arbeiter für den Winter hat, kann seinen guten Tropfen jetzt verkaufen oder versuchen zusätzliches Personal zu bekommen. Einige Städter kommen auch im Winter nochmal und unterstützen einen auch in der kalten Jahreszeit. Danach geht es ins nächste Jahr und wir dürfen uns wieder eine neue Strategie für die nächste Runde überlegen.

Zum Jahreswechsel reifen die Trauben, die man noch in der Weinpresse hat bzw. unser Wein, der in unserem Weinkeller lagert. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Kapazität im Keller begrenzt ist, es sei denn man hat seinen Keller ausgebaut und somit mehr Lagerfläche.

Ich seh nur noch Sterne

Mir persönlich hat das Spiel Spaß gemacht und wir hatten einen kurzweiligen Abend. Wie bei vielen Spielen muss man sich mit den wenigen Ressourcen und Arbeitern für eine ausgewogene Mischung entscheiden. Einer von uns lag zur Spielmitte mit rund 10 Punkten hinten dran. Die Feinjustierung der Siegpunkte gab es zum Ende hin dann nochmal bei der Spielplanerweiterung. Wer den meisten Einfluss in einer Region in der Toskana hat, erhält hierfür noch mal Siegpunkte oder kann einem diese streitig machen. Der über das Spiel hinweg letztplatzierte wurde Zweiter. Der Sieger konnte in seiner letzten Aktion noch einen lukrativen Auftrag erfüllen.

Der letzte Auftrag machte den Unterschied

Das Material und die Gestaltung finde ich ebenfalls sehr gut. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es doch noch. Rosé und Sekt werden einfach aus einem Rotwein-Weißwein-Gemisch hergestellt.

Gerne wieder!


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